Von Onkel Loco, 3. Juli 2007, 11:56 Uhr

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

yourchaSchön! Mal wieder ein neuer Trigami-Auftrag. Dieses mal geht es um das neue Karriere- und Recruiting-Portal yourcha.com. Das Besondere an diesem neuen Portal ist (lt. yourcha AG), die »Umkehrung des klassischen Wegs der Personalsuche« - es stellen sich also die Unternehmen bei den Bewerbern vor und nicht die Bewerber bei den Unternehmen und das gleich auch noch mit konkreten Job-Angeboten.

Erst die Pflicht…

Das klingt spannend. Vor allem in Hinblick auf die Tatsache, dass der »Bewerber«, also der Inhaber des Arbeitnehmer-Profils entscheidet, ob er das Angebot zur Kontaktaufnahme wahrnimmt, oder auch nicht - der Arbeitnehmer bleibt in jedem Fall bis zur endgültigen Kontaktaufnahme anonym. Das ist auch sehr sinnvoll, denn laut Aussagen von yourcha richtet sich die Plattform vor allem an Arbeitnehmer, »die aktuell in einem festen Beschäftigungsverhältnis stehen« (zu diesem Punkt werde ich mich später noch äußern…).

Die Funktionalität: Schritt 1 - die Stolperfalle

yourcha StartseiteSchauen wir uns aber zuerst einmal die Funktionalität von yourcha an - schliesslich will man ja auch wissen, ob yourcha für den Arbeitnehmer tatsächlich so bequem ist.
Fangen wir also mal mit der Anmeldung an. Anmeldungen sind nur mit einem Anmeldecode möglich, den ich per Email anfordern musste. Gerüchten zufolge, bekommt man den Anmeldecode aber auch unaufgefordert per Postkarte - aber dazu dann später mehr.
Bewaffnet mit diesem Anmeldecode schreite ich zur Anmeldung, gebe diesen Code also auf der yourcha-Startseite ein und klicke auf »Anmelden«. Ich lande auf einer Seite, auf der ich erstmal ein Formular ausfüllen soll. Standarddaten, Emailadresse, gewünschtes Passwort und eine »Sicherheitsfrage« falls ich mein Passwort mal vergesse. Alles klar soweit. Alles eingetippt und das Formular abgesendet - schwupps! bin ich zurück auf der Startseite. Keine Fehlermeldung, keine Bestätigung und in meinem Postfach auch keine Bestätigungsmail. »Okay«, denke ich, »Vielleicht haben die yourchas ja aus irgendeinem Grund auf jegliche Bestätigung verzichtet…« und tippe die verwendete Emailadresse und das Passwort in die dafür vorgesehenen Felder und klicke auf »Arbeitnehmer«. Fehlermeldung. Passwort falsch. Also nochmal getippt. Nochmal falsch.

In den »Arbeitnehmer-FAQ« lese ich, die Registrierung dauere ca. 10 Minuten. Also warte ich - und nichts passiert. Kurz gegoogelt und die Lösung für das Problem gefunden - ich war wohl zu langsam. Offensichtlich muss man die Daten seeeeehr schnell eingeben und seeeeehr schnell auf den Absendeknopf klicken. Blöd nur, dass einem das niemand sagt.

Die Funktionalität: Schritt 2 - geht doch!

Whatever. Im zweiten Anlauf war ich schnell genug. Und die Aktivierungsmail kam auch prompt an. Also zügig aktivieren und die Benutzeroberfläche angeschaut. Soweit scheint alls da zu sein. Persönliche Daten lassen sich eintippen, berufsbezogene Daten lassen sich hinterlegen, ein Lebensauf lässt sich erstellen. Alles mit etwas AJAX gepimpt, klappt ganz gut - nichts zu nörgeln.

Die Funktionalität: Schritt 3 - und jetzt?

Sind die Daten erstmal alle hinterlegt, heisst es abwarten. Als Arbeitnehmer / Bewerber hat man bei yourcha nämlich keine Gelegenheit sich aktiv nach Jobs umzuschauen - aber schleisslich lautet das Prinzip ja auch »der Job schaut sich nach Dir um«.

…dann die Kür!

Was fängt man also nach der Anmeldung mit seiner Zeit an? Richtig. Man googelt das Unternehmen mal ausgiebig. Schliesslich möchte man auch mal etwas darüber erfahren, welche Unternehmen yourcha denn bisher nutzen. Schliesslich ist man ja auf Qualität bedacht…

Das Drama beginnt…

Zuerst stosse ich auf Fladi, der sich Gedanken darum macht, ob es bei yourcha nicht möglicherweise nur um das Sammeln von Daten geht.
Naja… Kritische Stimmen gibt’s immer - suche ich mal weiter. Und ich werde fündig. Diesmal bei Sebastian. Auch hier ein ähnliches Bild: »Sollen hier nur Daten gesammelt und / oder verifiziert werden?«, »Woher stammen die Daten, die für den Versand der Einladungspostkarten verwandt wurden?«. Fragen über Fragen.

Was ist da los?

Weiter geht es dann bei smallFire (mit vielen interessanten Kommentaren zum Artikel und auch bei karriere.de gibt es einen Artikel zum Thema yourcha. Bei Connys Weblog findet sich ein (auch über trigami vermitteltes) Review zu yourcha, das sich etwas näher mit deren AGB beschäftigt (das Stichwort hier lautet Zeitungsabo) und in den Kommentaren findet man u.a. einen Trackback vom SEOblitz, dessen Fazit ich hier kurz zitieren möchte, weil ich der Meinung bin, dass es fast alles Wichtige zusammenfasst:
Tja was soll ich sagen, ich kann die Vorwürfe natürlich nicht bestätigen, das Echo in der Blogosphäre ist allerdings sehr deutlich. Ob es in diesem Fall sinnvoll war, trigami Reviews zu ordern sei bezweifelt, ich habe zwar auch zwei unkritische Reviews gefunden aber beispielsweise Conny hat sich auch ersteinmal schlau gemacht. Naja, zumindest etwas Linklove ist yourcha gewiß.

So weit die Stimmen aus der Blogosphäre - aber schliesslich macht man sich ja selbst auch so seine Gedanken und ich hatte Euch ja weiter oben versprochen, auf einige Punkte noch etwas näher einzugehen.
Der erste dieser Punkte sind die »Arbeitnehmer, die aktuell in einem festen Beschäftigungsverhältnis stehen«. Auf den ersten Blick scheint das im Rahmen der von yourcha definierten Zielgruppe (nämlich Profis und Top-Leute aus verschiedenen Bereichen) ziemlich logisch - Top-Leute sind natürlich zumeist in Lohn und Brot und eben nicht arbeitslos (in der Theorie zumindest). Vor dem Hintergrund der in der Blogosphäre erhobenen Vorwürfe sieht das aber schonmal ganz anders aus - nach Erhöhung der Profilqualität nämlich. Schliesslich will kein Unternehmen die Adressen von Arbeitslosen kaufen - die Leiden per Definition schon an chronischem Kapitalmangel…

Das große Finale

Nachdem ich also jetzt schon ziemlich viel geschrieben habe und mit diesem Review (mal wieder) sehr deutlich über das geforderte Mindestmaß hinausgeschossen bin, will ich dann doch nochmal kurz zusammenfassen:
1. Ich ziehe meine eigenen Schlüsse daraus, warum ich den Code für die Anmeldung von der Firma directrelation GmbH erhalten habe.
2. Auch aus den diversen oben genannten Blogposts ziehe ich meine Schlüsse.
3. Ich merke wiedereinmal, warum es so verdammt wichtig ist, sich darüber klar zu sein, wie man beim Surfen im Web handelt.
4. Mir bleibt die Frage, ob der prinzipiell so spannende Ansatz von yourcha in anderer Hinsicht nicht noch viel spannender ist (zumindest für den Betreiber)
5. Im direkten Vergleich kommt mir monster.de doch eine Spur seriöser vor - auch wenn hier der theoretische Ansatz der Jobvermittlung ein wenig anders gelagert ist.
und last but not least:
6. Für mich ist jetzt endgültig bewiesen, dass von trigami bezahlte Blogposts keineswegs dem Auftraggeber geschuldete Lobhudeleien sind.

Soziale Einrichtungen:Social News & Social Bookmarking. Sonst nichts.
  • mrwong
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  • digg
  • del.icio.us
Es gibt Beiträge, die sind diesem hier irgendwie ähnlich. Nämlich diese:

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Bisher 11 Kommentare zum Artikel

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  1. Kommentar von peter

    “Für mich ist jetzt endgültig bewiesen, dass von trigami bezahlte Blogposts keineswegs dem Auftraggeber geschuldete Lobhudeleien sind.”

    Das würde ich auch nie behaupten wollen. Ich sehe aber die Gefahr, daß weniger sorgfältige und erfahrene Blogger aus vorauseilendem Gehorsam in eine bezahlte Lobhudelei verfallen.

    Schon deshalb ist es wichtig, daß auch kritische Berichte mit dem “sponsored by Trigami”-Button erscheinen, damit man sehen kann, daß auch im ungünstigsten Fall für eine vernichtende Kritik korrekt bezahlt wird.

  2. Kommentar von Compiler

    Ich hatte eigentlich ein gutes Gewissen beim Review der Seite. Das Personal dort ist auch recht nett.

  3. Kommentar von Onkel Loco

    @StoiBär: Och… Ich fand die Rezension eigentlich ziemlich gut. Ist nix, wofür man sich schämen müsste. Schliesslich sind meine Leser ja mündige Internetnutzer, die schon wissen, wie sie sich sinnvollerweise verhalten. ;-)

  4. Kommentar von StoiBär

    Hab schon gewusst, warum ich den Auftrag bei Trigami diesmal gleich abgelehnt habe ;-)

  5. Pingback von Eliwagars Welt

    […] von yourcha mag ja gut sein, jedoch traue ich Unternehmen wie Monster oder Stepstone einfach mehr. Drekhead zieht in seiner Trigami-Rezension folgendes Fazit: 1. Ich ziehe meine eigenen Schlüsse […]

  6. Trackback von Local Jobs Guide

    Local Jobs Guide…

    I couldn’t understand some parts of this article, but it sounds interesting…

  7. Trackback von Eliwagars Welt

    Yourcha - ein kritischer Nachtrag…

    Am 07.07.2007 habe ich in einer von Trigami vermittelten bezahlten Rezension über das neue Jobportal Yourcha berichtet. Auch wenn ich die Neuheit des Angebotes (Jobsuche andersrum) nicht so innovativ fand, wie Yourcha es darstellte, habe ich das Angeb…

  8. Pingback von Existenzgründung 25 Rezensionen, die man lesen sollte, bevor man bezahltes Blog Marketing in Auftrag gibt. auf Existenz24.biz

    […] yourcha.com - Ein neues Jobportal, oder …? […]

  9. Pingback von „ yourcha.com - mach was draus ?!“ auf awokenMIND » Fotografie, Musik und das Web

    […] auch andere trigami-bezahlte Reviews scheinen yourcha eher skeptisch gegenüber zu treten. Connys Blog beleuchtet sogar einige […]

  10. Pingback von svenkubiak.de » Innovative Jobsuche

    […] yourcha: ein neuen Jobportal, oder…? […]

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