Von Onkel Loco, 26. November 2006, 15:02 Uhr

Jetzt war’s also soweit. Der Lüfter meiner Grafikkarte hatte einen Lagerschaden. Erstaunlicherweise hat der Lüfter fast zwei Jahre durchgehalten - das ist sonst ja eher unüblich.

Die Grafikkarte im Rechner - vor dem UmbauDas da links ist sie also - meine Radeon 9600Pro mit 256MB Speicher, inmitten von vielen, vielen Kabeln. Von dem winzigen Kühlkörper ist nicht wirklich was zu sehen, zu hören ist der Lüfter allerdings mehr als deutlich…


Die Grafikkarte und der lärmende LüfterHier kann man den Übeltäter erkennen. Ein winziger Propeller auf einem winzigen Kühlkörper. Als Radaubruder ist der Lüfter aber schon ein ganz grosser. Schön, dass seine Tage gezählt sind. Warum muss man als Grafikkartenhersteller eigentlich zur Einsparung von 50 Cent eigentlich immer ausgerechnet am Lüfter sparen? Kann man nicht einfach billigere Elkos nehmen, die dann nach einem Jahr platzen? Mainboardhersteller machen das doch auch…

Die Rückseite der GrafikkarteDas hier ist die Rückseite der Grafikkarte. Wenn man mit der Nase etwas näher an den Bildschirm rückt, sieht man die kleinen Plastiknubsis, die den Kühlkörper an seinem Platz halten. In diesem Moment machte sich der Wunsch in mir breit, der Kühlkörper möge doch bitte nicht zusätzlich mit Wärmeleitkleber auf der GPU befestigt sein - sonst würde das Entfernen sicher nicht ganz leicht werden.

Der neue KühlerUnd hier ist er also. Der neue Kühler für meine alte Grafikkarte. Es ist ein Zalman VF700-AlCu LED. Ich habe mich für die Kit-Version entschieden, weil ich keine Lust hatte, mir das Montagematerial aus meinem Fundus zusammenzukramen. Die LED-Version mit den blauen Beleuchtung hatte ich eigentlich nicht gewollt, in der Kit-Version gab’s wohl aber nur die beleuchtete Variante.
Auf der linken Verpackungsseite sieht man übrigens die beiliegenden Mini-Kühlkörper für den VGA RAM - einsetzen werde ich die allerdings nicht. Für meine 256MB-Grafikkarte bräuchte ich nämlich doppelt so viele…

Das WerkzeugFür die Montage braucht’s das passende Werkzeug und was für einen Arzt seine Medikamententasche ist, ist für einen Schrauber sein Pro’s Kit. Naja… Wenigstens ist das Teil zu groß, als dass ich es verbummeln könnte. Nen einzelnen Schraubendreher verliere ich schneller, als ich ne einzelne Schraube lösen kann…

Die Grafikkarte ohne KühlkörperMit dem Werkzeug habe ich dann also erstmal vorsichtig den Kühlkörper entfernt. Zum Glück war der Kühlkörper nicht aufgeklebt, sonst hätte dieser Schritt deutlich länger gedauert. Auf der GPU erkennt man noch die Reste des alten Wärmeleitpads, welche noch entfernt werden müssen. Dafür verwendet man am besten etwas Reinigungsbenzin und ein weiches fusselfreies Tuch.

Die Halterung für den neuen Kühlkörper auf der Rückseite der GrafikkarteIm Anschluss daran wird die Halterung für den neuen Kühlkörper auf der Rückseite der Grafikkarte montiert. Für einen Grobmotoriker wie mich sind diese winzigen Unterlegscheiben eine echte Herausforderung. Ansonsten gab’s hier keine Probleme.

Die Grafikkarte mit dem neuen KühlkörperZuletzt der komplizierteste Schritt: Die GPU wird dünn (!! Weniger ist hier mehr…) aber gleichmäßig mit Wärmeleitpaste bestrichen. Statt der mitgelieferten Wärmeleitpaste kam hier die noch vorhandene ArcticSilver-Schmiere zum Einsatz - man gönnt sich ja sonst nix. Ist die Paste verteilt, wird der neue Kühlkörper aufgesetzt und schonmal locker angeschraubt. Hierbei unbedingt darauf achten, dass der Kühlkörper auf der GPU gerade aufliegt und nicht verkantet, sonst nutzt der Kühlkörper nämlich überhaupt nichts. Außerdem sollte man darauf achten, dass man bei der Montage eventuell vorhandene Elkos nicht beschädigt. In diesem Fall war’s ziemlich knapp und der Kühlkörper konnte gerade so fest genug angeschraubt werden. Hätte das nicht geklappt, hätte nur noch der Griff zur Metallsäge geholfen und eine Ecke der Montageklammer des neuen Kühlers hätte dran glauben müssen.

Zurück im RechnerSchlußendlich noch schnell die Grafikkarte in den Rechner schrauben, den Probeller an die Stromversorgung anschließen, und den Rechner einschalten. Schwupps, alles läuft wieder und endlich ist auch wieder Ruhe.

An dieser Stelle noch Credits an Sperzman, der mich bei der Montage des Kühlers mal wieder tatkräftig unterstützt hat. Apropos tatkräftig untestützt… Hey, Sperzman! Willste nicht hier mal nen Beitrag zusteuern?

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Es gibt Beiträge, die sind diesem hier irgendwie ähnlich. Nämlich diese:

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Bisher 1 Kommentar zum Artikel

  1. Kommentar von sperzman

    Na wenn du schon meine email hostest und mich beim gemeinsamen Schrauben und Verzweifeln in deinem Domizil mit Kaffee und Kippen versorgst, dann muss ich ja auch mal was hier hinterlassen ;)

    Am meisten freut mich natürlich, dass du den Artikel überhaupt schreiben konntest…dies bedeutet nämlich, dass wir ausnahmsweise nicht nur Fusch beim Basteln gemacht haben *g* Ergo muss der Lüfter gehalten haben, was wieder mal für die Qualität des Produktes spricht.

    Um dem geneigten Leser mal zu verdeutlichen, was Qualität hier auch noch heißt:

    Die Montageklammer ist so stabil, dass sogar kraftvolle Biegeversuche kläglich zum Scheitern verurteilt waren. Für ein Produkt aus den berühmt berüchtigten östlichen Wirtschaftsnationen ist das eigentlich unvorstellbar ;)

    Man sieht also, dass die sogar solche Grobmotoriker wie uns mit einkalkuliert haben^^

    Dann mal fröhlich geräuscharmen Betrieb allerseits.

    greetz

    sperzman aka KalleWirsch

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