Von Onkel Loco, 6. November 2006, 09:37 Uhr

Der George. Mal wieder stellt er eindrucksvoll unter Beweis, dass er nicht mehr alle Tüten im Plastikeimer hat. Okay, es ist richtig und wichtig, dass die irakische Regierung Saddam wegen dem, was er im Land abgezogen hat jetzt die Quittung präsentiert. Stellt sich bloß die Frage, ob da ein Todesurteil demonstriert, dass da ein neuer Wind weht…
Aber darüber will ich hier ja jetzt eigentlich garnicht diskutieren. Es geht mir mehr um die Randerscheinung. Den George nämlich. Da sagt der doch tatsächlich das wäre eine »bedeutende Leistung für Iraks junge Demokratie« und der Prozess wäre »ein Meilenstein bei den Bemühungen des irakischen Volks, die Herrschaft eines Tyrannen durch die Herrschaft des Gesetzes zu ersetzen«. Da bleibt mir doch glatt die Spucke weg… Ein Todesurteil als Leistung einer jungen Demokratie? Oh mann! Und seine Revolverheldin Condoleezza darf auch gleich noch: »Die Urteile [gg. Saddam und seine Gefolgsleute - Anm. von mir] seien eine ‘hoffnungsvolle Erinnerung’ für alle Iraker daran, dass die friedliche Strafverfolgung dem Ausüben von Rache vorzuziehen sei.« WTF? Wie lautet denn da die Übersetzung? »Liebe Iraker, erinnert euch bitte immer daran, dass ihr niemanden auf der Strasse abschlachten müsst, das macht eure Regierung für euch - ganz sauber per Strick!«
-?!?!-
Ich mag da jetzt nicht mehr drüber schreiben. Das versaut mir nur den Tag.
Lest doch hier weiter. Oder auch hier.

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