Gestern war’s also wieder soweit. Es war die Nacht in der »der große Kürbis durch die Felder rollt«. Ich hatte mit der Thematik eigentlich nicht viel am Hut - mal abgesehen von der Tatsache, dass ich fast zwei Gespenster überfahren habe. Ist ja auch kein Wunder. Die Kröten konnten ja nix sehen, weil sie Bettlaken überm Kopf hatten und sich nicht auf die vorbeifahrenden Autos, sondern auf ihre Aldi-Tüten voller Süßkram konzentrierten. Später dann - vor der hiesigen Post - hab ich dann einen Vater mitsamt Sohn und Kürbis gesehen. Der Kopf von diesem Vater hatte starke Ähnlichkeit mit dem Kürbis, den er unterm Arm trug und ich fragte mich dann doch, warum die den Kürbis wohl gekauft hatten. Erfahren werde ich das wohl nie.
Aber warum schreibe ich das alles hier? So ganz genau weiss ich das selber nicht. Vielleicht, weil ich mich frage, warum man sowas alles macht. Wahrscheinlich aber, weil ich mich frage, was daran so toll ist, an einem Tag im Jahr so rumzulaufen wie ein Herner oder ein Bewohner von Dortmunds Nordstadt.
Die Anderen, Dortmund, Halloween, Herne
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