Meine Fresse! Da war ja was los in der letzten Woche…
Der Schumi fährt sein letztes Formel 1-Rennen, der Kaschmir-Altkanzler tritt nach und bekommt dafür DIE Promotion für sein biographisches Machwerk, Take That kommen wieder - uneingeladen, der Williams-Robbie veröffentlicht ein neues Album, Israel gibt zu mit Phosphorbomben um sich zu werfen, Micro$soft wirft den IE7 auf den Markt und Angehörige der Unterschicht werden jetzt offiziell als Angehörige des Prekariats bezeichnet - man will ja die breite Masse nicht gegen sich aufbringen…
Da weiß man garnicht, wo man denn jetzt anfangen soll, um das alles unter einen Hut zu kriegen. Vielleicht fange ich mit dem Rückblick mal am Ende an. Da gab’s nämlich das einzig Gute, an das ich mich aus der Woche noch erinnern kann: Dittsche ist zurück! Was hab ich gelacht. Jetzt wissen wir endlich, was der Schumi macht, wo er doch jetzt Rentner ist: Er macht erstmal ne Promi-Tankstelle in der Schweiz auf - bevor er mit nem Moller Skycar die NASA unterstützt und das 35km lange Seil festhält, welches die NASA von der ISS runterbaumeln lassen will. Da kann dann der Florian »Hahnebüchen« (der isn reiner Turnfloh!) dran hochklettern und Schrauben ins Weltall bringen…
Mit etwas Glück läßt er über Deutschland mal nen Sack Schrauben fallen. Da hat er gute Chancen den Richtigen zu treffen. Vielleicht ein paar Politiker. Wäre garnicht so schlecht. Vielleicht kommt dann mal einer von denen wieder zu sich und konzentriert sich im Anschluß mal wieder auf die Aufgaben, für die die Damen und Herren so ordentlich bezahlt werden. Da haben die ja momentan einfach nicht die Zeit zu. Ist ja auch kein Wunder. Wenn man sich zwischen zwei Vorstandssitzungen über viel wichtigere Dinge unterhalten muß, da muß man Prioritäten setzen. Woher sollen wir denn auch sonst wissen, wie man die »neue Unterschicht« politisch korrekt bezeichnet? Und ein politisch korrekter Ausdruck für eine Problematik ist ja auch viel wichtiger als sich um die Lösung eines Problems zu kümmern - sonst weiss ja keiner worum’s geht…
Zum Glück scheint diese Thematik aber auch schon wieder komplett abgearbeitet zu sein. Es gibt schon wieder dringlicheres zu tun: Man muss auf den Ex-Schröder einhacken. Der hat nämlich angefangen… Der war doch glatt so frech und hat seine Memoiren geschrieben und - oh Wunder! - teilt da ganz ordentlich aus. Die Union findet das »billig, plump und stillos«. Ja sicher! Sonst würd’ das doch kein Prekarianer kaufen! Mal im Ernst: Was erwarten die denn? Der Schrödi gibt ne Steilvorlage für nen mächtigen Presserummel und alle machen mit. Das ist wie ein ungeschriebenes Gesetz: man nimmt einfach jede Gelegenheit mit, sich in den Mittelpunkt des Interesses zu drängen und beteiligt sich an jeder noch so schwachsinnigen Diskussion. Sonst hat man als Politiker einfach keine Daseinsberechtigung. Und eins weiß ich jetzt schon: die, die jetzt am lautesten Zeter und Mordio schreien, werden in ein paar Monaten / Jahren einen ähnlichen Stunt versuchen…
Apropos Stunt… M$ hat den Siebener veröffentlicht. Und ne Sicherheitslücke gleich mit. Da fällt mir der Grönemeyer ein: »Es bleibt alles anders…«. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle im Namen von Mozilla und Opera bei Micro$oft bedanken. Über 60% der Besucher meines Blogs in der letzten Woche waren mit dem Firefox unterwegs. Vielleicht gibt’s ja doch noch Hoffnung…
And now for something completely different… Nämlich zu zwei Themen jenseits jeder Hoffnung: der Krieg im nahen Osten und Take That. Und die haben tatsächlich was gemeinsam. Ich glaube nämlich nicht, daß die jemals ein Ende finden. Im nahen Osten benehmen die sich wie die Kinder im Sandkasten und hauen sich gegenseitig immer wieder mit der Schüppe auf den Kopf, weil keiner ohne seine Rache auskommen kann. Okay, okay… Phosphorbomben sind nicht gerade die klassische Sandkastenschüppe, aber ich fand die Analogie so schön. Außerdem passt die auch wieder zu Take That. Die verhauen sich zwar nicht wie die Kinder im Sandkasten, weigern sich aber erwachsen zu werden. Ne Ü30-Boygroup. Ich lach mich scheckig. Ich erinner mich noch an die Trennung vor zehn Jahren: »How deep is your Love?&laqio; - »Es waren sechs Meter neunzig…«.
So. Bleibt jetzt quasi nur noch der Robbie. Ich fürchte, ich werde zu seinem neuen Album wirklich nichts sagen können. Ich hör den nämlich nicht. Stattdessen könnte ich diesen Artikel der Netzeitung anbieten. Den find ich ganz nett.
Und jetzt bin ich einfach mal gespannt, ob diese Woche die Letzte noch toppen kann. Ich werde das ja hier lesen
P.S.: Ich hab mir nen Co-Autor an Land gezogen. Mal sehen, ob der was schreibt!





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